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  • Deutscher Meister 2015
  • 3. Platz beim Weltcup-Auftakt in Paris
  • Doppeleuropameister
  • Deutscher Meister 2015

    Bingenheimer und Joppich Deutsche Florett-Meister 2015

    Die Tauberbischofsheimerin Sandra Bingenheimer und Peter Joppich aus Koblenz haben sich am heutigen Nachmittag in Tauberbischofsheim die Meistertitel im Damen –bzw. Herrenflorett gesichert. Lokalmatadorin Sandra Bingenheimer verteidigte gegen Carolin Golubytskyi erfolgreich ihren DM-Titel aus dem Vorjahr, Peter Joppich setzte sich mit seinem sechsten DM-Gewinn an die Spitze der ewigen Bestenliste eines deutschen Florettmeisters.

    Ich wollte unbedingt meinen Titel verteidigen, doch nicht auf unsportliche Art und Weise“, begründete Sandra Bingenheimer kurze Zeit nach ihrem Sieg gegen Mitfavoritin Carolin Golubytskyi das ungewöhnliche Endergebnis. Bereits im ersten Drittel beim Stand von 1:1 verletzte sich Carolin Golubytskyi am rechten Oberschenkel, musste fast 10 Minuten behandelt werden. „Mir war das Risiko zu groß, dass Caro sich hier ernsthaft verletzt, deshalb haben wir dann das Gefecht ohne Aktion und Treffer weitergeführt“, führt sie weiter aus. Die 27-jährige Vorjahres-Gewinnerin agierte passiv, ging gemeinsam mit Carolin Golubytskyi in den „Sudden Death“, den sie dann mit dem entscheidenden Treffer zum 2:1 zu ihren Gunsten entschied. „Hier geht es die Olympiaqualifikation und unser Team. Wir brauchen Carolin für unsere Mannschaft und für die nun folgenden Turniere“, untermauert sie ihr Handeln, dass vom anwesenden Publikum mit Applaus bedacht wurde.

    Auf ihren Wettkampftag zurückblickend, meint sie: „Ich hatte hier einen guten Turniertag, bin insgesamt zufrieden. Ich habe mein Ziel erreicht, den Meistertitel zu verteidigen.“

    Zuvor hatte Sandra Bingenheimer souverän die Finalrunde erreicht, dort im Viertelfinale ihre Vereinskameradin Inke Nehl mit 15:6 hinter sich gelassen und anschließend Tamina Knauer (Tauberbischofsheim) mit 15:10 besiegt.

    Carolin Golubytskyi ihrerseits hielt sich im Tableau der letzten acht gegen die Leipzigerin Stephanie Romanus mit 10:3 schadlos und besiegte im Halbfinale Vereinskollegin Eva Hampel mit 15:8.

    Das Herrenflorett-Finale zwischen dem viermaligen Weltmeister Peter Joppich und dem Bonner Andre Sanita versprach „Spannung pur“. Der um neun Jahre jüngere Andre Sanita bot Peter Joppich bis zum Schluss die Stirn, glich immer wieder aus und eröffnete sich mit dem 14:14 sogar die Chance zum Titelgewinn. Am Ende spielte Peter Joppich, der bereits fünf DM-Titel in seiner sportlichen Vita vorweisen kann, seine ganze Erfahrung aus, setzte gekonnt den entscheidenden Treffer zum 15:14. „Ich freue mich riesig, hier gewonnen zu haben, vor allem aber, dass es der nunmehr sechste und damit neuer Rekord war“, meint Peter Joppich kurze Zeit nach der Siegerehrung mit einem genüsslichen Lächeln. Das Finale und seinen Kontrahenten betrachtend ergänzt er: „Es war klar, dass es eng werden kann. Wir kennen uns sehr gut durch das gemeinsame Training in Bonn. Andre hat eine sehr gute Leistung hier abgeliefert, hat sehr mutig gefochten.

    Der spätere Vizemeister aus Bonn hatte im Viertelfinale Mark Perelmann (Mannheim/Neckarau) mit 15:10 bezwungen, im folgenden Halbfinale Mitfavorit Sebastian Bachmann aus Tauberbischofsheim mit 15:12 besiegt. Als zusätzliche Aufmerksamkeit wurde dem Bonner, der am heutigen Samstag seinen 23zigsten Geburtstag feierte, noch während der Siegerehrung eine Geburtstagstorte überreicht.

    Peter Joppich, der ohne Probleme in die Runde der letzten acht eingezogen war, hielt sich zunächst im Viertelfinale gegen Johann Gustinelli (Tauberbischofsheim) mit einem deutlichen 15:5 schadlos, setzte sich dann im Halbfinale mit 15:11 gegen den Weinheimer Georg Dörr durch.

    Doch Peter Joppich blickt auch bereits in Richtung Rio 2016, schaut zudem auf den bisherigen Saisonverlauf zurück: „Es war kein guter Saisonstart für mich, lief nicht alles ganz so nach Plan. Doch jetzt habe ich nach meinen überstandenen Prüfungen den Rücken frei, kann mich voll auf die Olympiaqualifikation konzentrieren. Und die wollen wir mit dem Team erfolgreich meistern. Der Sieg hier motiviert mich natürlich zusätzlich.

     

    Foto / Text Olaf Wolf

  • 3. Platz beim Weltcup-Auftakt in Paris

    Zum traditionellen Saisonauftakt in Paris legte Peter einen super Start hin. Zwischen Hörsaal und Trainingshalle gestaltete sich die Vorbereitung auf diesen Weltcup nicht ganz leicht, aber dennoch gelang es dem Koblenzer sich auf den Punkt zu konzentrieren.

    Baptiste Mourrain aus Frankfreich war der erste Gegner, der nach einem deutlichen 15:8 seine Tasche packen musste. Anschliessend folgten der Pole Rajski mit 15:11. Schon im Achtelfinale trafen sich zwei altbekannte Florettgiganten. Andrea Baldini (ITA), Weltmeister von 2009, musste sich mit 15:9 geschlagen geben. Nun folgte die Neuauflage des EM-Finalgefechts von 2013. Alexej Cheremisinov aus Russland forderte Peter bis hin zum Sudden Death den Peter mit 12:11 für sich entscheiden konnte. Das Halbfinale gegen den Italiener Andrea Cassara verlor Peter Joppich mit 10:15. "Ich freue mich über meinen Podestplatz hier in Paris. Es ist ein mir wirklich wichtiges Traditionsturnier und bestärkt mich für den weiteren Verlauf der Saison. Jetzt schnell noch ein paar Klausuren schreiben und dann geht es weiter in La Coruna" so Peter.

     

     

  • Doppeleuropameister

    Die Bedingungen unter denen Peter Joppich zur Europameisterschaft nach Zagreb gefahren ist, waren alles andere als gut. Eine Woche vor dem Einzelwettkampf knickte er im Training um. Schnell wurde abgeklärt, dass nichts gebrochen - und gerissen war. Dennoch war ein riesiger Bluterguss der Grund, warum Peter einige Tage gar nicht auftreten konnte. Der Start war daher bis zum Wettkampftag gefährdet. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die medizinische Betreuung durch Peter Braun und Harald Buck, die sich täglich um den Fuß gekümmert haben und einen Start überhaupt erst ermöglicht haben.

     Peter stieg souverän in die erste Runde ein - ohne ein Gefecht abzugeben. Die darauffolgenden KO-Gefechte waren anfangs weniger deutlich. Gegen den Briten Marcus Mepsted lag er bereits 3:11 zurück, um am Ende dennoch mit 15:12 zu gewinnen. Ebenso das Gefecht gegen den Franzosen Cadot gestaltete sich zum Nervenspiel, bei dem es nach einem Rückstand von 8:12 und 11:14 doch noch zu einem Sudden Death kam, den Joppich für sich entschied. Richard Kruse (GBR) war sein nächster Gegner. Hier ging es schon um den Einzug aufs Treppchen. Der Koblenzer gewann das Gefecht mit 15:12 und hatte damit Bronze sicher.

    Das Duell der Florett-Giganten folgte im Halbfinale. Andrea Baldini (ITA) war Halbfinalgegner von Peter und unterlag mit 15:11. Nun stand im Finale nur noch der Russe Alexey Cheremisinov dem ersten EM-Einzeltitel Joppichs im Wege. „Cheremisinov hat bisher eine großartige Saison gefochten und steht auf Weltranglisten Platz 2. Dennoch habe ich meine Chance als recht gut eingeschätzt. Ich konnte bei dem Gefechte direkt in Führung gehen und das Gefecht bestimmen.“ so Peter. Diese Führung hat er auch nicht mehr abgegeben und gewann (15:11) seinen ersten Einzel-Europameisterschaftstitel mit einem befreienden „jaaaaa“ auf der Bahn.

    Nur zwei Tage Regeneration blieben Peter nach dem Einzeltitel um sich wieder voll auf die Mannschaft zu konzentrieren. „Der Fuß war immer noch nicht wirklich gut“ so Joppich, der bekannter Weise ein Team-Fechter ist. „Den Wettkampf auszulassen kam für mich nicht in Frage. Wir haben einen Neuaufbau gestartet, der zwar grundsätzlich auf Rio 2016 ausgerichtet ist, dennoch können wir auch jetzt schon Medaillen gewinnen. Das war unser Ziel.“Dies gelang dem jungen Team, zu dem neben Peter noch Sebastian Bachmann, Marius Braun und Johann Gustinelli gehören, an diesem Tag in bravouröser Manier.Nach Auftaktsiegen gegen Irland und Ungarn schlug das Team im Halbfinale die mitfavorisierten Russen und im Finale Polen, die vorher überraschenderweise Italien ausgeschaltet hatten.

     „Wirklich feiern konnten wir leider nicht. Zum einen waren alle ziemlich KO nach den harten Gefechten, zum anderen stehen für mich in der kommenden Woche wichtigen Prüfungen an. Im Anschluss geht es direkt wieder ins WM-Trainingslager.“

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